London curvy streetstyles

Seit zwei Jahren schon, reise ich regelmäßig nach London und schaue mir dort die Plus Size Szene an, treffe Designer, besuche Shows, flirte mit den netten Engländern und räume regelmäßig mindestens eine ‚Boots‘ Filiale leer.

Hier die Ladies, die ich 2014 ablichten durfte:

Hammerstylings sehe ich immer in London und zwar in jeder Größe und bei Männern wie bei Frauen. Plus Size in London ist ein Styling-Fest mit Frauen, die sich inszenieren und Spaß haben an Mode. „Sich ETWAS TRAUEN“ darum geht es in London nicht. Denn Stylings, Spaß am Leben und sich zeigen gehört zum Alltag und Kultur.

Nicht das erste Mal ist es hier Thema, dass in anderen Ländern und Kontinenten der Umgang mit big size Ladies ein anderer ist, als bei uns. Im Gespräch mit Modedesignerin Anna Scholz habe ich einige Antworten bekommen.

Ihr Statement: Deutsche Frauen trauen sich zu wenig, weil insgesamt der Wunsch nach Anpassung viel größer ist, als in manch anderen Ländern. Wir suchen Gleichheit und wollen uns anschließen und mit einer big size Figur fällt man nun mal aus dem Rahmen.

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Da könnte tatsächlich was dran sein. Ich beobachte zum Beispiel die Kommentare bei big size Modefirmen und bei anderen Bloggern. Dort stelle immer wieder fest, dass die härtesten Bemerkungen aus den eigenen Reihen kommen. Es sind die Frauen untereinander, die sich nicht gegenseitig ihr Glück, Wohlbefinden und Selbstakzeptanz gönnen.

Mode kann identitätsstiftend sein. In toller Wäsche geht der Tag schon anders an. Nicht immer ist einem nach Kleid und Absätzen, aber wer ab und zu welche trägt, weiß wie sich das Gefühl sich selber gegenüber verändert. Niemand muss sich verkleiden, aber es sollte sich auch keine etwas nicht trauen, weil sie Angst hat damit rauszugehen.

London streetstyles 2013 im Februar

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London streetstyles 2013

Wie findet ihr die Streetstyles so? Es ist gar nicht so einfach Frauen zu finden, die sich auch ablichten lassen wollen. In Deutschland begegnet mir dabei oft der Satz, „Was ein Plus Size Blog“? Ne das will ich nicht. Schade. Aber es ändert sich auch was, wie ihr an dieser Rubrik, die erst ein Jahr nach diesen Bildern entstand, sehen könnt.


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Über Ulrike Bartos 361 Artikel
Gründerin von miss BARTOZ einer der ersten deutschsprachigen Websites für Frauen mit Übergrößen, since 2010 :-) Mehr als 15 Jahre Erfahrung in den digitalen Medien, consultant für digitale Kommunikation und PR.

4 Kommentare

  1. Ich möchte auch in London wohnen!!! Ich habe auch schlanke Freundinnen, die sich unauffällig anziehen, damit sie nicht angeschaut werden. Insgesamt ist der Kleiderstil hier ziemlich zurückhaltend, vor allem hier bei uns in Heidelberg! Hier sind viele konservative Studenten (teilweise in Verbindungen) und reiche Ärztekinder und so. Der beliebteste Look: Teure Jeans, Poloshirt, Segelschuhe (aka mein Albtraum) (ergänz durch ein Seidentuch und eine Perlenkette ergibt es den berühmten Perlhuhn-Stil). Ich atme immer erleichtert auf, wenn ich in Berlin, London oder so bin und meine Klamotten gleich viel weniger freaky wirken.

  2. Also ich finde, dass man in den letzten Jahren schon einen deutlichen Fortshcritt sehen kann in sachen Mode für kurvenreiche Damen. Dafür bin cih selbera uch sehr dankbar, denn ich liebe es flippig. Und ich steh sogar auf den Rockabilly -Look.

    Es sollte jede Frau selbst entscheiden, wie sich präsentieren möchte und aus welchen Gründen sie abnimmt. Ich hab auch shcon viele gescheiterte Diäten hinter mir und ich akzeptier mich so wie ich bin, nichts desto trotz ist es mein Ziel abzunehmen jedoch aus gesundheitlichen Perspektiven……und 30 Kilo hab ich schon geschafft und weitere 30 werden folgen…..Ich mag gar nicht ein schlankes Püppchen werden aber jeder sollte doch selbst enstcheiden können mit welchem Gewicht man sich wohl fühlt….

    Und es ist für mcih auch manchmal ne Qual abzunehmen, aber nicht weil mein Umfeld mich nicht akzeptiert sondern weil es nun mal harte Arbeit ist :-)

  3. Hallo Rubinengel,

    ich hab 40 (von insgesamt 50 ;)) Jahren gebraucht, um zu lernen, dass Blicke auch positiv sein können, dies zum größten Teil sogar sind, wenn man sich auch als Moppel versucht, schick und modisch bis extravagant anzuziehen. Ich hab keine Lust mehr, mich zu kaschieren! Ich schreibe bewußt ‚mich‘ und nicht Polster oder Speckrollen, denn ich bin mein Körper, mein Körper ist ich. Natürlich ziehe ich nicht jeden Tag hautenge Kleider und Highheels an, aber wenn mir danach ist, laß ich mich auch mit Größe 48 nicht dran hindern. In dieser Hinsicht kann man wirklich viel von den ‚jungen Dicken‘ lernen.
    Zu Deiner These im letzten Absatz möchte ich anfügen, dass, als ich mich vor 15 Jahren mal auf Größe 40 heruntergehungert hatte, mir die Menschen wirklich anders entgegenkamen. Man wird bewundert für die Leistung, abgenommen zu haben. Für Disziplin und Willenstärke. Endlich passt man ins Schema. Und wird gnadenlos beobachtet, ob man vielleicht wieder ein Kilo zulegt, was bei mir nach einigen Jahren dann prompt der Fall war, Schwangerschaft und eine Depression haben ganze Arbeit geleistet, hihi. Brauch ich die Sympathien solcher Menschen? Ich bin doch immer die gleiche, egal in welcher Form. Und nach der anfänglichen Euphorie, abgenommen zu haben, hatte ich auch die gleichen Probleme wie in meinem dicken Körper.
    Ein Vorteil des Älterwerdens ist wirklich, dass man gelassener wird, über Dingen stehen kann.
    liebe Grüße
    Elke

  4. Ich verwehre mich dagegen nur auf meine Figur reduziert zu werden, warum müssen wir immer gleich davon ausgehen das wenn wir angeschaut werden, das es negativ ist? Auch schlanke Frauen können modisch daneben greifen, dennoch werden die Blicke dann ganz anders interpretiert.
    Und die Aussage von Frau Scholz irritiert mich, denn folgen wir ihrer Aussage so wollen Schlanke sich immer von anderen abheben. Für mich ist es eher der Persönlichkeit einer Frau geschuldet, ob sie lieber angepaßt oder auffällig gekleidet ist und nicht die Frage einer Kleidergröße.
    Das einzige wo wir Deutschen Frauen definitiv umdenken müssen, meiner Meinung nach, ist das wir uns selber erlauben dick sein zu dürfen. Denn da scheint der Knackpunkt zu liegen, viele dicke Frauen die ich kennengelernt habe, leiern das gleiche Lied „Ich bin zu dick, ich will abnehmen, ich fühle mich nicht wohl“ wobei ich mehr das Umfeld in Verdacht habe, welches die Frauen rank und schlank haben möchten damit sie sich selber wohl fühlen.
    Wenn ich aber aus dieser Position herraus abnehmen möchte, nur weil ich dann glaube das mich dann mein Umfeld akzeptiert, dann scheitert jede Diät. Denn wer mich schon nicht mit meinem Dicksein toleriert wird mich schlank auch nicht lieber mögen!
    viele liebe Grüße Rubinengel

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