London Love

Warum ich London liebe?
Ganz einfach, weil London mich liebt.

Der Einstieg in die Stadt:

Es fängt schon bei der Einreise an, wo ich immer nette Erfahrungen mache. Ein „have a great time Julrikka“ oder ein „dear“ statt Madam ein „What can I do for you darling?“ von Leuten in Uniform, die ja immer eine gewissen Autorität ausstrahlen, macht einfach vieles leichter. Ich gleite dann auf einer plüschig – süßen Wolke Richtung tube und bin gut drauf.

London bridges

Überhaupt ist ankommen in London so amazing! Diesmal bin ich mit einer sehr kleinen Maschine geflogen und man landet dann auf einem Flughafen, dessen fünf Terminals man nur per Bahn und Bus wechseln kann, so groß sind die. Aus allen Ländern und Kontinenten stehen dort die Maschinen und fast alle sind hochhaushoch. Großstadt, urban, da gibt es was zu erleben! In London Heathrow ankommen ist immer wieder ein tolles Erlebnis.

Keep calm and rule Britiania:

english humor
British humor

Das habe ich mal auf einer Tasse in einem Touristenshop gelesen. „Keep calm“ ist eigentlich eine gute Zusammenfassung dessen, was ich an Engländern mag. Die nehmen sich selber einfach nicht so ernst, können über sich lachen und mosern auch nicht rum, wenn es mal länger dauert. Der Engländer hält aus, bleibt stur in der Schlange stehen und drängelt nicht vor.

Links natürlich, immer alles schön links. Höflich sein und zwar zu jedem und in jeder Situation.

Look left

Vielseitigkeit:

London würde ich noch mit New York vergleichen, alle anderen Städte, die ich kenne, fallen in Punkto Diversität weit ab. Es gibt ganz edle Paläste und die Gegend an der Themse, kreative Ecken und Märkte wie in Camden, ebenso kreativ aber viel edlere Stadtteile wie Covent Garden und Soho.

The musicboat
Das Musikboot in Camden. Dort kann man wunderbare Flußfahrten machen, ganz abseits des Themseterrors.
Sonntags Camden Market
Sonntags in Camden.

 Und zwischendrin ist immer alles erlaubt. Außerdem mag ich dieses, was ich „british“ und „english“ nenne. Sonntags zum Beispiel, Treffpunkt Kensington Park. Der Brite (meist mit einem distinguiertem Äußeren) führt seine hübsch gekleideten Kinder aus oder treibt Sport, z.B. Polo im Park.

NOtting Hill 2
Notting Hill

Der Engländer (meist etwas rotgesichtig) sitzt dem Park gegenüber im Pub und trinkt sein erstes Bier. Ich mag beides und verbinde die beiden Welten immer mit einem schrecklichen English Breakfast.They call it breakfast

Home watching:

Nach dem sonntäglichen English Frühstück Ritual gehe ich spazieren und schaue mir Immobilien an. Gemeinsam mit meiner Freundin spinnen wir dann Geschichten drum herum. Sicherlich, das kann ich auch in meiner Heimatstadt Hamburg, aber London ist schon noch mal etwas herrschaftlicher.

Immobilien watching

Trendsetter:

In London leben nicht nur modebewusste Menschen, sondern hier kommen viele Trends her. Ein fester Bestandteil eines jeden Londonbesuchs sind zwei Stores in der Oxford Street, danach weiß ich dann was bei uns im nächsten Jahr hängt und bin bestens vorbereitet auf die kommende Modesaison.

fashionweek
Aber auch die ganzen Foodtrends kann man hier schon früh sehen. Craftet Beer, überhaupt alles selber gemacht und aus der Region, slow food also langsam gegartes und Läden, die nur eine einzige Sache in den verschiedensten Variationen führen. Alles Trends, die ich hier schon vor drei Jahren gesehen habe.

slowfood camden market

Auf dem Bouroughs Market, in der Nähe der Tate Modern (ein Kunsttemel bei dem einem allein schon die Architektur aus den Socken haut) oder auf dem Abschnitt „Food“ des sonntäglichen Camden Marktes. Heute sehe ich in meiner Stadt die so genannten Foodtrucks, die diese Speisen an unterschiedlichen Orten, verkaufen.

boroughsmarket

foodmarktet Camden
Das Hotel auf der anderen Straßenseite, war übrigens ein „Raw“ veganes Hotel. Jede Wette, dass es das nächste Jahr auch in Deutschland gibt. In Berlin hat bestimmt schon eines aufgemacht.

Media Revolution:

Beruflich und privat interessiere ich mich für die Digitalisierung und kompletten Vernetzung unserer Gesellschaft. Vor drei Jahren stand ich auf dem Bahnsteig der tube und auf dem Screen gegenüber wurden die regionalen Nachrichten mit aktuellen Instagrambildern von Leuten, die gerade vor Ort waren und vor dort live gepostet haben, angereichert.

Millenium Bridge und Stant Pauls
Im Nacken, die Tate Modern, über die Millenium Bridge, auf St. Pauls zulaufen. Jahrhunderte Verbinden das kann nicht jede Stadt.

Heute wird in jeder TV Sendung das zugehörige hashtag und der Twittername der Moderatoren standardmäßig eingeblendet. Bei den Werbeclips spielen hashtags auch oft eine Rolle.

tate modern
Im inneren der Tate Modern.

Freies W-Lan gibt es fast überall und auch der Beruf des Bloggers erzeugt kein Stirnrunzeln mehr. In Ansätzen werden wir bei uns auch mit der Verschmelzung von Internet und dem Leben außerhalb konfrontiert, in London ist es Standard.

Alt werden:

„Hammer Style“ das denke ich in London ganz oft, vor allem bei Damen, die jenseits der 65 sind. Ich glaube, die ganze Einstellung der Stadt ist eine gute Voraussetzung um geschmeidig alt zu werden. Klar, es ist auch hektisch und laut, aber dort zu leben, wo es leise ist, wäre keine Option für mich. Lazy Sunday

Ich will dran bleiben und wissen was abgeht, insbesondere wenn ich mal ganz alt bin. Ich glaube, das Inspiration immer wichtig ist und wenn ich die alten Ladies in London sehe, ob im absoluten Toptrend gekleidet oder very britsh elegant, weiß ich, dass dies ein guter Ort sein muss, um gut zu altern. Die Sache mit dem Geld muss ich bis dahin allerdings geregelt haben.

Und wie man zur Ruhe kommt, das wissen die Londoner schon.

London pups

SHOPEEEEN? Was ist mit Shoppen??

Ok, Ladies es heißt jetzt stark sein. Auf der Oxfordstreet und auf dieser Straße werdet ihr eh irgendwann sein, gibt es am Anfang (Tube Mable Arche) und in der Mitte (Bond Street) zwei Shops. Einmal Evans, einmal Simplybe. Bei letzterem wäre ich fast zur Eröffnung eingeflogen, so heiß war ich auf dem Schuppen. Dort angekommen war ich bitter sehr entäuscht.

Camen am Sonntag
Das ist übrigens nicht Simplybe, sondern Camden am Sonntag. Wesentlich spannender.

Ich wurde gewarnt, aber auf drei Etagen so einen Oma-Kram anzubieten ist echt schade. Ich weiß von meinen englischen Bloggerkolleginnen, dass das online Angebot immer besser ist. Das kann ich übrigens auch für Zizzi und Dänemark sagen. Der einzige Zizzi Shop, der das hat, was ihr wollt, ist in Amersfort. Hier ein Bericht.

An New Look, gegenüber von Evans könnt ihr vorbei gehen, keine Plus Sizes. Wer eine 46/48 trägt findet noch was bei Next. Außerdem in der Straße Dorothy Perkins. Allerdings ohne die curve Kollektion (Stand Jan. 2016)

shopping London

Ist wohl eine Strategische Entscheidung, dass man die hippen Leute, die sich für Mode interessieren, eh online abgreift, der Rest kann dann das nehmen, was es in den Shops gibt.

Dass ich gar nichts gefunden habe, kann ich jetzt auch nicht sagen, aber verglichen mit dem was ich erwartet habe, insbesondere bei Simplybe, war das nix. Das Budget was ich mir für das Shoppen zurücklegen investiere ich jetzt lieber in Hightea sessions.

victory and albert
Ausruhen bei Tee und Gebäck im Victoria and Albert Museum
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Über Ulrike Bartos 368 Artikel
Mehr als 15 Jahre Erfahrung in den digitalen Medien, Media Marketing und Kommunikationsprofi. Inhaberin von miss BARTOZ und consulting für digitale Markenkommunikation, Content Marketing, freie Honorardozentin www.ulrikebartos.de

1 Kommentar

  1. In diesem Beitrag habe ich mich total wieder gefunden. Ich liebe London! Mittlerweile hat sich mindestens eine Londonreise pro Jahr eingebürgert.

    betr. Shopping
    Von SimplyBe war ich dieses Jahr auch sehr enttäuscht, ich habe da überhaupt nichts gefunden. Dafür eine Hose bei New Look. Dort habe ich überraschenderweise eine kleine Inspire-Abteilung gefunden. (New Look relativ gegenüber von Simply Be, neben Boots und Lush) Allerdings habe ich mir Dekozeug gekauft und nur eine Jeans.

    Ich freue mich auch immer sehr über die Freundlichkeit der Briten und fühle mich immer einfach wohl. Habe bereits jetzt schon wieder fernweh, dabei ist meine letzte Reise nach London gerade mal 3 Wochen her.

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