Saugute Kampagne! Hut ab Toronto.

Hallo ihr,

gerade sehe ich in einem Plus Size Fashion Blog aus Kanada eine Anzeigenkampagne, die von der NEDIC, National Eating Disorder Information Centre, in ganz Toronto geschaltet wurde.

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Ich schaue mir gerne Modezeitschriften an, das will man mir hier auch nicht abgewöhnen, sondern auf etwas aufmerksam machen. Auf dem Zusammenhang von einer immer dreister werbenden Diät- und Schönheitsindustrie, die genau die Werbekunden dieser Blätter sind, die wiederum genau das drucken, was gut für ihre Kunden ist. So wird aus einer gut ausgeklügelten Marktstrategie ein kulturell veranktertes Gesetzt und Glaubenssätze wie: schlank ist schön, schlank ist gesund oder noch besser: nur wer schlank ist, kann überhaupt gesund sein, etabliert

Eine inhaltliche Punktlandung! Wie seht ihr das?

Über Ulrike Bartos 361 Artikel
Gründerin von miss BARTOZ einer der ersten deutschsprachigen Websites für Frauen mit Übergrößen, since 2010 :-) Mehr als 15 Jahre Erfahrung in den digitalen Medien, consultant für digitale Kommunikation und PR.

2 Kommentare

  1. Genau das gleiche Problem kenne ich auch. ‚Nur wenn du schlank bist, bist du auch gesund!‘ -.-
    Ich musste aufgrund einer beruflichen Veränderung (naja, ich bin erst 19, kann ich da von Veränderung sprechen?! ^^) zu einer Einstellunguntersuchung. Erst wurde ich mal darauf hingewiesen, dass ich zu dick bin… (ach ehrlich, junge Frau das wäre mir jetzt gar nicht aufgefallen…) und was das alles für Risiken mit sich bringt. Um eine positve Beurteilung zu bekommen (es geht um eine Ausbildung die in ein Beamtenverhältnis münden soll…) musste ich gesund sein und da ich ja nunmal ‚fett‘ bin, musste ich tausend Befunde beibringen, die jemand mit ’normalem‘ Gewicht nichtmal bekannt sind. Also ich eine Woche lang zu allen möglichen Ärzten gestapft und siehe da: Ich bin bei bester Gesundheit. Komisch, wo ich doch nur Fast Food in mich reinstopfe (Aussage eines Arztes, der mir auch nochmal sagen musste, dass ich zu fett bin)

    Naja ich erfreue mich also bester Gesundheit und habe eine positive Beurteilung bekommen mit der Auflage in den 2 Jahren Ausbildung am Finanzamt abzunehmen, da ich ja sonst eine Belastung für den Staat darstelle, wenn ich auf Grund meines Gewichts früher in Pension gehen werde… Juhu!

    So das war meine Geschichte dazu, ich erfreue mich immer wieder an deinen Berichten, auch auf deiner Facebook-Seite, MissBartoz! Danke dafür!

  2. Dass der Irrglauben „nur wer schlank ist, kann überhaupt gesund sein“ durch dieses „Geschäft“ bereits bei denen angekommen ist, die überhaupt gar keine Modezeitungen lesen, zeigt folgende Geschichte, die das Leben schrieb:

    Ich (BMI über 50): „Schatz, wie hoch glaubst du, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich in den nächsten fünf Jahren einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erleiden werde?“

    Er (kein Freund vieler Worte): „80%?“

    Der zuvor beim Arzt durchgeführte Computertest, bei dem meine individuellen Werte eingegeben wurden, ergab, dass die Wahrscheinlichkeit dafür, dass mir dieses Schicksal widerfahren könnte, bei 0,5% liegt…

    Solche Kampagnen sind ein guter Anfang in unserer Gesellschaft etwas zu verändern – mehr davon!

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